Bücher

2.6.2013

Aus aktuellem Anlass: Gegendarstellung zu den Berichten über St.Ottilien im Stern und in der Süddeutschen Zeitung vom 29. und 30.5.2013

http://www.fellbeisser.net/news/st-ottilien-missverstandliche-berichterstattung-in-den-medien


November 2012

Pressemitteilung St. Ottilien: http://www.erzabtei.de/sites/default/files/pressemitteilungen/PM_Tierhaltung112012.pdf

Unser Kommentar zur aktuellen Pressemitteilung der Erzabtei:

In der offiziellen Mitteilung der Erzabtei zu unserem Petitionsanliegen und zu unseren Verbesserungsforderungen werden verschiedene Aussagen getroffen, die wir hiermit kommentieren möchten.

Die Pressemitteilung enthält folgende Bezüge zu unseren Forderungen:
1.) Gummimatten und Strohmehleinstreu wären vorhanden.
2.) Die Ställe würden regelmäßig und ausreichend gereinigt.
3.) Weidehaltung sei aufgrund der von den Bullen ausgehenden Gefahr nicht möglich.
Zu diesen Punkten möchten wir gerne unsere Ansicht wiedergeben:
zu 1.)
Aus dem Wortlaut der Pressemitteilung geht nicht eindeutig hervor, ob hier wirklich alle Bullen gemeint sind oder nur die Jungbullen. Sofern alle Bullen gemeint sein sollten, so kann sich jeder auf den Bildern überzeugen, dass von Gummimatten für die älteren Bullen nichts oder nichts mehr zu sehen ist und vor Ort auch nicht zu sehen gewesen war. Auch bestand unsere Bitte nach Gummimatten für alle älteren Bullen bereits seit Wochen im schriftlichen Kontakt mit der Abtei, ohne dass das Kloster in diesem Schriftverkehr die Meinung vertrat, überall Gummimatten bereits ausgelegt zu haben. Aus diesem Grunde fordern wir Gummimatten und freuen uns natürlich wenn die Abtei diese Forderung als selbstverständlich ansieht und diese Forderung auch entsprechend umsetzt oder bereits umgesetzt hat!
zu 2.)
Wir begrüßen es ebenfalls sehr, wenn sich die Abtei jetzt um eine regelmäßige Reinigung bemüht und die von uns dokumentierten Zustände der Vergangenheit angehören.
zu 3.)
Diesen Punkt sehen wir anders, es gibt Betriebe die eine Bullenhaltung auch auf der Weide betreiben (bspw. http://rhoener-weide-mastbullen.npage.de/index.html). Falls man aber dennoch der Meinung ist, eine Weidehaltung wäre aus Sicherheits- und/oder aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich, so muss auch die Frage gestellt werden dürfen, ob es für ein christliches Kloster nicht angemessener wäre, eine offensichtlich nicht artgerechte Tierhaltung ganz zu unterlassen. Insbesondere, wenn selbst der eingeschaltete Amtstierarzt in der Münchner Abendzeitung sagt: "Artgerecht wäre tatsächlich eine grüne Wiese".
Die Aussagen der Landsberger Amtstierärztin sowie des zuständigen Landwirtschaftsamts sind, dass die von uns kritisierte Tierhaltung sich an guter fachlicher Praxis orientiert und über dem gesetzlichen Mindeststandard liegt. Diese Aussage lässt uns nur erahnen, wie furchtbar es in all den vielen anderen Betrieben aussehen muss, bei denen ein öffentlicher Zugang für Besucher nicht gestattet ist und die im Verborgenen arbeiten. Es scheint, als wäre die Tierhaltung in Sankt Ottilien, genau so, wie wir sie vorgefunden haben, dann der "bessere Teil" der Landwirtschaft.
Wir sind erschüttert über soviel Gleichgültigkeit in den Amtsstuben und den Politikerköpfen, wenn dies als der "bessere Standard" allgemein akzeptiert wird und es somit offensichtlich im Durchschnitt noch ganz andere Zustände geben muss.
Dies alles muss endlich aufhören! Bitte informieren Sie sich und zeigen Sie dieser "Nutztier"-Haltungsindustrie die rote Karte. Infos über vegane Ernährung bspw. hier: www.pro-vegan.info

All die Dunkelheit dort draußen durchdringt nicht den Kerzenschein eines Jeden von uns! Zeigen Sie Leidenschaft, diese Bewegung braucht ihre Unterstützung im Namen jener, die keine Stimme haben, um sie zu erheben: der Tiere!